Grundrezept vegane Lasagne – veganer Auflauf

Oft geht es nur darum, dass es nach etwas Bekanntem schmeckt und gar nicht so sehr darum, dass es super gesund ist. Wenn unveganer Besuch kommt zum Beispiel. Die sollen ja nicht enttäuscht sein. Und meist reicht es, wenn man ein Grundrezept im Kopf hat.

Kochen streng nach Rezept mache ich schon lang nicht mehr. Ich habe aber schon oft von Biologen oder Chemikern gehört, dass sie zuhause gern experimentieren und pantschen, da man im Labor im so streng nach Protokoll arbeiten muss. Kann sein, dass das nur ein Berufsproblem ist bei mir.

Das wichtigste zum Thema Kochen, dass ich in Indien lernte war, dass man mit Hingabe und Liebe kocht. Nebenbei telefonieren, oder gefrustet am Herd stehen und zwischen den Gängen mit dem Partner streiten ist einfach nicht. Wer kocht sollte kochen. Außerdem empfiehlt es sich mit der Zeit, das eigene Wissen über Gewürze und Kräuter auszuweiten. Es ist nämlich so, dass Gewürze und Kräuter die Wirkung einzelner Nahrungsmittel komplett verändern, oder bei der Verdauung von einzelnen Nahrungsmitteln unterstützen können. Bohnen und Kohl zum Beispiel. Wir alle wissen doch, dass Bohnen und Kohl blähen, obwohl sie so gesund sind. Aus diesem Grund meiden viele Menschen den Verzehr von Bohnen und Kohl. Irgendwie schräg. Dabei könnte es durchaus helfen die richtigen Gewürze und die korrekte Zubereitung zu beachten und schon hat man ein leicht verdauliches Gericht auf dem Tisch. Ich werde mich bemühen immer wieder Blogeinträge zu unterschiedlichen Gewürzen zu schreiben, damit du einen Überblick über die Wirkung einzelner Gewürze und Kräuter bekommst.

Zur Lasagne

Wenn es schnell gehen soll kannst du einfach dein Lieblingsgemüse in einer großen Pfanne mit etwas Fett und den passenden Gewürzen leicht anbraten. In meinem Fall hier habe ich zunächst Kreuzkümmel, Ingwer, Kurkuma, Fenchelsamen und Koriander in Ghee erhitzt und dann meine Süßkartoffeln, frischen Fenchel und Brokkoli hinzugegeben. Ganz kurz anbraten und dann etwas Wasser zugeben, damit das ganze köchelt. Mit Sojasahne zum Beispiel kann man dann eine lecker cremige Soße hinzuzaubern. Wer eher mediterranes Gemüse anbrät kann dann besser mit passierten oder frischen Tomaten arbeiten um eine Soße zu kreieren. Tofu eignet sich neben Gemüse natürlich auch zum Überbacken. Nach zehn Minuten ungefähr kannst du weitere Zutaten zugeben, wie in meinem Fall zum Beispiel die dicken weißen Bohnen und das Quinoa. Die mussten beide nicht mehr vorgekocht werden, daher kamen die ganz zum Schluss hinzu. Salz und Pfeffer nicht vergessen und dann kann das Gemüse auch schon in den Ofen. Angefangen mit den Lasagne-Blättern, einfach aufschichten, je nachdem wie hoch deine Form ist. Wer auf Weizenmehl verzichtet, kann zu glutenfreien Lasagne-Blättern aus anderen Mehlsorten greifen, oder aber Blätter aus grünen Linsen verwenden, so wie ich hier. Achte auch darauf, dass die Soße nicht zu dick wird, sondern schön wässrig bleibt. Ganz am Ende etwas veganen Käse aufs Gemüse und dann ab in den Ofen. Der geriebene, vegane Käse eignet sich tatsächlich besser als Käsescheiben, da der vegane Käse meist nicht so knusprig wird. 15 Minuten bei 220°C sollten reichen. Einfach immer mal reinschauen und mit der Gabel reinpiksen.

In den fixen Tüten aus dem Supermarkt, die du vielleicht sonst zu solchen Mahlzeiten zugibst, befinden sich neben Gewürzen natürlich sehr viel Zucker und diverse Zusatzstoffe, die Geschmack ans Gemüse bringen sollen. Viel interessanter wird es aber doch, wenn du selbst mal ausprobierst welche Gewürze sich eignen. Und wenn du gar keine Idee hast, dann schau doch mal auf der Rückseite deiner Gemüsebrühe, oder diesen Brühwürfeln, oder eben den Tütchen, die noch in deinen Schränken rumliegen. Dann bekommst du eine Idee, welche Gewürze für welche Gerichte standardmäßig verwendet werden. Und man wird es kaum glauben, aber einfach Gemüse, ohne Gewürze, kann auch sehr lecker sein.

Lass es dir schmecken!

Nicoletta Czechowska

Biologin mit Schwerpunkt Neurobiologie, Bloggerin, Mama und selbsternanntes Organisationstalent

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